Installations | Conceptional Art
Installationen | Konzeptionelle Ansätze
Roots of light
Roots of Light, Installation, VHS Freising 2024
Foto: Nicolas Martin-Beaumont
Roots of light was an installation in the historical staircase at the VHS building in Freising 2024 and slightly different also part of the conceptual exhibition Felt Space at the art space altes Gefängnis Freising 2025. The light circles combined with transparents showing fragile, delicate lines like braids of light painted with auquarell and interwined with small golden acrylic dots asking the visitors for their own roots of light. What is it that makes you shine? What is inside you asking to be seen? The arragement refers to the design of sacral rooms and altar spaces aiming to create alternative spaces to connect with yourself and to remember your own light. In the VHS the transparent was placed in front of the window and therefore enlightend through the sun from behind. During the opening there was a musician playing spheric tunes with a kalimba hidden in the gallery upon of the installation, underlining the light and creating an atmosphere to connect.
Roots of Light war eine Installation im historischen Treppenhaus der VHS Freising und leicht abgewandelt auch Teil der konzeptionellen Ausstellung Gefühlter Raum in alten Gefängnis Freising 2025. Lichtkreise und ein Transparent aus einem Lichtgeflecht, zarten goldgelben Aquarelllinien, durchsetzt von goldenen Punkten fragen die Besucher:innen nach ihren eigenen Lichtwurzeln Was lässt Dich leuchten? Was in Dir will gesehen werden? Das Arrangement erinnert an die Gestaltung sakraler Räume und Altare und möchte einen alternativen Raum eröffnen, um sich mit sich selbst zu verbinden und sich an das eigene Licht zu erinnern. Durch das hinterliegende Fenster wurde das Transparent natürlich beleuchtet. Das Licht und die Atmosphäre des in Verbundenseins, wurde während der Vernissage durch sphärische Klänge der Kalimba verstärkt. Die Musikerin brachte oberhalb der Installation sitzend hinter der Brüstung verborgen für die Besucher:innen die Installation zum Klingen.
Moosbett
Moosbett, Installation, Flower Power Festival/Street Live Festival München 2023
Centered in front of the Siegestor Munich during a large Festival the mossbed offered an unexpected invitation to rest. The mattress was made from different types of moss and knitted with a natural thread on Jute to hold together. On the wooden frame the invitation to actually lay down: Sinking into the moss. Lie down. Let go. Feel what is holding you. The simple wooden bed frame, the deep green from the moss as a piece of forest are breaking with the surrounding monumental architecture. Visitors felt the softness of the moss underneath and could smell the scent of beeing in the woods. The installation was accompanied by small cards asking who is allowed to rest. Grounding and connect with yourself.
Das Moosbett war 2023 während einem größeren Festival vor dem Siegestor München platziert und bot somit eine unerwartete Einladung sich Auszuruhen. Die Matratze war mit Jute aus verschiedenen Moosarten genäht. An der Frontseite die Einladung zum Sein: Ins Moos Sinken|Leg Dich hin|Lass Dich los|Fühl, was Dich trägt. Die Materialien, einfacher Holzrahmen, leuchtendes Moosgrün brechen mit der umgebenden monumentalen Architektur. Besucher:innen fühlten das weiche Moos unter sich und konnten den Duft des Waldes atmen. Kleine Kärtchen an der Seite mit der Einladung zum Sein oder der Frage danach, wer sich eigentlich ausruhen darf, konnten mitgenommen werden und begleiteten die Installation. Sich erden und verbinden.
Tausend Tränen | A thousand tears
A Thousand tears was part of the conceptual exhibition felt space. The center of the room was dedicated to the feelings of letting go. Tears cutted out from large abstract pieces, painted with acryl and aquarell colours stringed on single lines. They fall down from the ceiling like a curtain of tears. Additional tears on the floor. It was possible to walk through the tears. Behind them poetry and writing was placed on the wall: Crying out of joy, emotion or grieve. What time and space is giving western society us for the latter? The shadows of the tears and their reflection in the window extended the curtain and the tears expanded in the room.
Combining tears and writing about loss and grieve I aimed to engourage the audience to take the thought with them that it takes time to heal. Like an allowance in a western performative society that is always forced to function. The setting was supported from videowork with different types of water running and two paintings made from aquarell drops. The bigger one “thousand tears” allows the tears to drop like they wanted to, like they fell. The second one “Mapping tears” shows them in a strict fixed raster as it sometimes may feel in german society how we get to grieve.
Tausend Tränen war Teil der Ausstellung Gefühlter Raum, in der ich drei Raumkonzepte zu drei Gefühlsspektren entworfen habe. Im Zentrum diesen Raumes stand das Loslassen. Die Tränen wurden aus grossflächiger abstrakter Malerei ausgeschnitten und auf Schnüre aufgefädelt, die wie ein Vorhang aus Tränen von der Decke hängen. Zusätzliche Tränen sammeln sich am Boden. Es war möglich durch die Tränen zu gehen und so, die hinter dem Tränenvorhang hängenden Texte und Lyrik zu lesen: Wir weinen aus Freude oder aus Schmerz? Wie viel Raum und Zeit haben wir in westlichen Gesellschaften für Letzteres? Die Schatten der Tränen und ihre Reflexion in einem Fenster erweiterten den Vorhang zu bestimmten Tageszeiten und liesen die Tränen so weiter in den Raum expandieren. Die Kombination aus den Tränen und den Texten zu Verlust und Trauer ist ein Versuch, die Besucher:innen daran zu erinnern und zu ermutigen, dass es Zeit braucht, um zu heilen. Wie eine Erlaubnis, die sich den Narrativen einer westlichen Leistungsgesellschaft, die uns zwingt immer zu funktionieren widersetzt. Das Setting wurde mit Videoarbeiten, die fliessende Gewässe zeigen und Malerei ergänzt. Zwei Arbeiten zeigen Tränen; getropft mit Aquarellfarbe. Das grössere erlaubt den Tränen frei zu fliessen, Raum einzunehmen. Das kleinere, die Tränenkartierung, zeigt sie streng angeordnet in einem starren, vorgegebenen Raster. So wie es sich manchmal anfühlen kann trauern zu dürfen. Gerahmt von gesellschaftlichen Erwartungen.
Wann hast du das letzte Mal geweint?
Wir weinen aus Ergriffenheit, vor Rührung. Weil wir von etwas intensiv berührt sind. Wir weinen, wenn die Schönheit und Vollkommenheit des Augenblicks und vereinnahmt.
Wir weinen, wenn ein Mensch die Erde betritt. Wir weinen, wenn ein Mensch die Erde verlässt. Wir weinen aus Schmerz, Wut und Verzweiflung. Wir weinen aus Angst, Ohnmacht und Fassungslosigkeit.
Tränen lassen Gefühle aus uns fliessen und helfen uns loszulassen.
Wir brauchen Zeit um nachzuspüren, unseren Tränen und den Gefühlen dahinter, der Schönheit und dem Schrecken, der Erhabenheit und dem Abgrund Raum geben zu können. Raum und Zeit zu fühlen. Gefühlen nachzuspüren, um sie loslassen zu können. Tränen fliessen lassen, um selbst weiter zu fliessen.
Wie viel Raum geben wir unserer Trauer?
Welchen Platz hat Trauer in unserer Gesellschaft?
Wie viel Zeit und Raum geben wir Menschen mit Verlust umzugehen?
Wie gehen wir mit Krankheit um?
Dürfen wir schwach sein?
Dürfen wir einfach nur sein, ohne zu leisten?
Wer bestimmt, was Leistung ist?
Wie viel Zeit und Raum geben wir dem Anfang, dem Ende?
Wie viel Zeit und Raum geben wir der Fürsorge für andere?
Wie würde sich eine Gesellschaft gestalten, die Raum und Zeit für Fürsorge in ihr Zentrum stellt?
Die uns erlaubt uns ausreichend Zeit zu nehmen zum ins Leben bringen, zum Begleiten, zum Genesen, zum Pflegen, zum Innehalten, zum Verabschieden?
ROOM CONCEPT FOR THE FEELINGS RAGE|AWAKENING | Raumkonzept für Wut|Aufbruch
Exhibition Felt Space altes Gefängnis Freising 2025
This room is an example how the different media I use are interwined and resonating in each other. Women historically often have been labeled as hysterical when they spoke out their disagreement with patriarchal power structures. Powerlessness can be transformed if we feel the rage and turn it into power, into change. Transform into energy like the energy from the thunder in the video installation played in an endless loop and filling the room with this specific atmosphere of the discharge of a summer thunderstorm and lightening, when the rain finally breaks the heat. The rage paintings deal with the process of keeping your anger inside, turning it against yourself (there are connections between autoimmune diseases and supressed anger from women) and name them, look at them, release them. The photographic works capturing moments whre the light surfaces darkness tied to the narrative of transformation. Pieces of poetry and writing where placed in the room. The poem :Wohin: consisting of questions was placed on a chair in one corner in the room. These questions sit with us.
Die Gestaltung dieses Raums ist ein Beispiel dafür, wie ich verschiedene Ausdrucksformen ineinander fliessen lasse und sie eine Verbindung eingehen. Frauen wurden in der Geschichte oft als hysterisch gelabelt, wenn sie ihren Unmut über patriarchale Strukturen zum Ausdruck brachten. Ohnmacht kann verwandelt werden, wenn wir durch unsere Wut spüren, sie transformieren in Kraft, in Veränderung. In Energie, so wie die Energie eines Gewitters, das als Videoinstallation in Endlosschleife Teil eines konzeptionellen Raumes zum Thema Wut/Ohnmacht/Aufbruch war. So wurde der gesamte Raum mit dieser spezifischen Energie und Atmosphäre eines Sommergewitters erfüllt. Der Entladung, wenn der Regen endlich die Hitze durchbricht. Die Wutbilder verhandeln einen Prozess, was passiert, wenn Wut nicht sein darf, sich nach innen richtet (es gibt Zusammenhänge von unterdrückter weiblicher Wut und Autoimmunerkrankungen) und was passiert, wenn wir sie benennen, sie anschauen, sie befreien. Die Fotografien :Layers of Light: halten den Moment fest, in dem das Licht durch die Dunkelheit bricht, die Gleichzeitigkeit von Licht und Schatten, verbunden mit dem Narrativ der Transformation. Lyrikfragemente waren vereinzelt im Raum platziert. Das ausschliesslich aus Fragen bestehende Gedicht :Wohin: hatte seinen Platz auf einem Stuhl in der Ecke des Raumes. Diese Fragen sitzen mit uns im Raum.






























