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ARTIST STATEMENT

Wann hast Du das letzte Mal Dir selbst zugehört? Dich mit Dir, Deinen Sehnsüchten, Gefühlen, deinem Körper, anderen Menschen oder der Natur verbunden?

 

Mit ihrer Kunst versucht Julia Zeckau Räume zu erschaffen, die zum Fühlen, Spüren, Erinnern einladen. An die Kreisförmigkeit der menschlichen Existenz, der Wechsel von Produktivität und Erholung. Ein Bett aus Moos mitten auf einem Straßenfestival vor dem Siegestor München, als unerwartete Einladung sich auszuruhen.

 

Die Verbundenheit durch das künstlerische Schaffen mit dem, was versucht wird festzuhalten, wird für die Künstlerin selbst ein transformativer Akt des ganz im Moment seins. Ein bestimmtes Gefühl, dass als Farben, Formen, Struktur fließt. Sich wild und flächig auf unterschiedlichen Texturen, wie Stoff, Papier, Karton, Leinwand ergießt, manchmal unterbrochen von feinen Linien und Worten. Ölpastellkreide, Acrylfarbe, Gouache, Aquarellfarbe, Tinte, zart und kraftvoll. Großflächige, kleinere Formate und Mini Artworks entstanden aus zerschnittenen Arbeiten und Poesie. Ihre unterschiedlichen Ausdrucksweisen, wie Texte, Poesie, Malerei, Fotografie, Video gehen vor allem in ihren Installationen und konzeptionellen Ansätzen oft eine Verbindung ein. Wie in der Installation Tausend Tränen. Ein Vorhang aus Tränen, die zuvor aus abstrakter Malerei ausgeschnitten wurden und mit Poesie im Hintergrund ergänzt wurden.

 

Es ist das Dazwischen, was sie interessiert. Die Kraft und Fragilität von Übergängen und Transformationen. Spezifischen Atmosphären durch Fotografie und Video nachspüren: Sich verändernde Formen von Wasser oder die Zartheit von Licht, das auf verschiedenen Oberflächen reflektiert. Die Arbeit „Sehnsuchtsgalaxie“, das Licht auf Wasser in dem Moment einfängt, indem es an eine Galaxie erinnert. Blumen, die verblühen und eine einzigartige Schönheit entfalten, die genau in diesem Moment des Übergangs begründet ist. Dem gleichmässigen Fallen von Schneeflocken, die vom künstlichen Licht einer Straßenlaterne entfremdet werden, dieser unaufgeregten Perfektion dieses Moments, nachspüren, festhalten.

 

Eine Fotoserie ist den Ambivalenzen von Mutterschaft, wie Erschöpfung und Produktivität, Eintönigkeit und Kreativität, gewidmet: Alltagsästhetik, dem Erschaffen von Kindheit(-serinnerungen) und der „joy of Haushalt“.

 

Mixed Media Arbeiten, wie die Caring Prints verhandeln Narrative von Leistung der deutschen Leistungsgesellschaft auf spielerische Weise – ausgehend von einer feministischen Perspektive, begründet im sozial- und kulturwissenschaftlichen Hintergrund der Künstlerin, sowie Erfahrungen in der sozialen Arbeit und eigenen biographischen Elementen.

 

Ihre Kunst ist ein Versuch, Sichtbarkeit für Vulnerabilitäten, als Teil der menschlichen Existenz, wie Krankheit, Übergänge, Verlust und für das in Verbindung Sein zu schaffen. Mit sich selbst, mit anderen, mit der Natur, Zeit sich zu kümmern, zu fühlen, zu heilen. Sie bewegt sich zwischen dem Einfangen von Schönheit und Kuriositäten, wie melancholischen Spielgeräten, und dem Umwandeln von feministischer Wut in eine Einladung zum Fühlen. Das Zurückerobern von: Sich Ausruhen Dürfen, Raum für Care und Verbundensein.

 

Momentan arbeitet sie an der Idee eines „begehbaren“ Gedichts, einer Installation aus mehreren, teilweise transparenten Papieren durchsetzt von Malerei.

The In Between I, II, 2026, mixed media

BIOGRAfie

Julia Zeckau studierte Kultur- und Sozialwissenschaften, publizierte und coeditierte zu Carearbeit und (Im-)Mobilität. Bevor sie eine künstlerische Perspektive einnahm, war sie in Lehre (LMU München), Forschung (DJI München) und der sozialen Arbeit tätig. Sie setzte Installationen, wie das Moosbett vor dem Siegestor München und eine Videoinstallation, die Teil ihrer ersten Einzelausstellung war, im historischen Treppenhaus der VHS Freising um. In ihrer Duo Ausstellung „Gefühlter Raum“ im alten Gefängnis Freising, konzipierte sie drei multimediale Räume zu unterschiedlichen Gefühlsspektren. Sie war Teil von Gruppenausstellungen, wie  “Blood without violence” in der Galerie Newman Berlin oder „Gefühle reinlassen, Gefühle rauslassen“ von Artmetzgi Augsburg. 2026 wurden erste lyrische Arbeiten in der #4 Edition WUT Literaturzeitschrift Karussel (gedruckt) und online bei Flinta*voices Kulturquartier alte Münze Berlin.

 

Durch die Verbindung unterschiedlicher Ausdrucksformen entsteht Neues wie ihre Print Editionen. Außerdem mag sie es Atmosphären zu schaffen, Räume durch (künstlerisches) Interior Design, Set Design oder Szenarien für Kinder zu kreieren. 

Interesse an meiner Arbeit?

 

Schreib mir gerne für Kunst, Prints, Kooperationen, kreative künstlerische Konzepte für Projekte und Räume, Design, Worte…

 

Julia@juliazeckau.de

 
 

ARTIST STATEMENT

With her art Julia Zeckau aims to create spaces that open room to remember: The circularity of human existence out of creation and recreation. A bed out of moss in the middle of a big street festival, an unexpected invitation to lay down.

 

When was the last time you listened to yourself? Rested?Felt connected with your feelings, longings, your body, other people or nature?

 

The act of creation itself its immanent part of becoming at peace with yourself, feeling connected with yourself, or with what you try to capture, becomes for the artist an transformational act and pure being in that very moment. A certain feeling poured out as colors, structures, shapes. Wild and forceful on different textures like cotton, canvas, carton alternating with fine lines or words. Acrylics, gouache, oilpastels, aquarell, ink, powerful and delicate. Large scale, smaller formats and mini artworks recomposed of cutted larger works and poetry. Using different media like writing, painting, photography, video her different layers of expression often intertwine like in her installations and conceptual approaches: A thousand tears, a curtain out of cutted tears from abstract painting complemented with poetry.

 

It is the in betweens she is interested in. Exploring the strength and fragility in transition and transformation. Tracing specific atmospheres through photography and video work changing shapes of water or the tenderness of light reflecting on different surfaces like in her work “Galaxy of Longing” that captures light on water emerging in a galaxy like pattern. Flowers, fading and unfolding an unique beauty that lies in their transition. Following falling snowflakes somehow alienated through the artificial illumination of a street lamp and feeling the calm perfection.

 

Making a photo series out of the ambivalences of motherhood such as exhaustion and productivity, repetition and creativity, focussing daily aesthetics, creating childhood (memories) and “the joy of Haushalt”. Her mixed media works like the caring prints are negotiating narratives of performance in german society in a playful way. Out of a feminist perspective she gains through her background in social and cultural studies, social work and own experiences.

 

Her art as an attempt to create visibility for vulnerabilities as part of human existence like illness, transitions, loss. And connection in a sense of being connected with yourself, nature and others, to care, to feel, to heal. Oscilliating between capturing beauty, curiousities like melancholic playground equipment, and turning feminist rage into an invitation to feel and to reclaim resting and taking space for care and sense of connection.

At the moment she is working on the idea of a walk through poem written on layers of delicate fabric that’s partly painted.

The In Between I, II, 2026, mixed media

BIOGRAPHY

Before taking an artistic perspective Julia Zeckau studied social and cultural science published and coedited to topics of care and bounded mobilities. She was working in teaching at LMU München, in research at DJI Munich and in the fields of social work.  She implemented installations in public spaces like the mossbed in front of the Siegestor München or a video installation in the old stairway of the VHS Freising that was part of her first solo exhibition. In her duo exhibition “Gefühlter Raum” (felt space) at Altes Gefängnis Freising she created three conceptual rooms dedicated to ranges of emotion. She was part of group exhibitions like “Blood without violence” at gallery Newman Berlin or “Gefühle reinlassen, Gefühle Rauslassen” (Let feelings in/out) at Artmetzgi Augsburg. Her poetry was published 2026 in #4 Edition WUT Literaturzeitschrift Karussel (print) and online at Flinta*voices Kulturquartier alte Münze Berlin.

 

She enjoys merging different forms of expressions leading to something new like her print editions. She also likes to create atmospheres and to change spaces through artistically (interior) design, set design or designing dioramas for children.

Interested in my work? 

 

Get in touch for my art work, cooperations, creative artistic concepts for projects and spaces, design, writing…

 

Julia@juliazeckau.de